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Dienstrecht -
Sonderurlaub


 

Erfolg der Arbeiterkammer -

Mehr Wochengeld bei regelmäßigen Überstunden

Rückwirkende Neuberechnung innert zwei Jahren auf Antrag möglich

Erfolg für eine junge Mutter, die mit Hilfe der Arbeiterkammer (AK) geklagt hatte:
Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat aufgrund einer Klage kürzlich entschieden, dass
regelmäßig geleistete Überstunden sowie Sonn- und Feiertagsentgelte, die vor der
Schwangerschaft geleistet wurden, für das Wochengeld von der Sozialversicherung
zu berücksichtigen sind. Bisher war das nicht der Fall.

Das Wochengeld soll während der Zeit der Mutterschutzfrist vor und nach der Geburt
den Nettolohn komplett ersetzen. Bemessen wird das Wochengeld aus dem durch-
schnittlichen Nettoverdienst der letzten drei Kalendermonate vor Schutzfristbeginn.

Die Sozialversicherung hatte argumentiert, dass Arbeitnehmerinnen ja ab Beginn bzw.
Mitteilung der Schwangerschaft an den Arbeitgeber keine Überstunden, Sonn- und
Feiertagsdienste mehr leisten dürfen. Daher seien diese bei der Berechnung des
Wochengeldes auch nicht zu berücksichtigen.

Der Oberste Gerichtshof sah das anders und folgte der Rechtsmeinung der Arbeiterkammer:
Wenn eine Arbeitnehmerin vor der Schwangerschaft regelmäßig Überstunden oder Sonn-
und Feiertagsarbeit geleistet hat, müssen diese auch bei der Berechnung des Wochengeldes
berücksichtigt werden. Dies gilt ab sofort bei neuen Anträgen. Der Arbeitgeber ist für die
richtige Ausstellung der Arbeits- und Entgeltsbestätigung verantwortlich.

Wurde Wochengeld bereits ausgezahlt, dann gibt es die Möglichkeit von der Sozialver-
sicherung eine Nachverrechnung zu verlangen. Dazu ist eine vom Arbeitgeber korrigierte
Arbeits- und Entgeltsbestätigung, bei der die Überstunden berücksichtigt sind, vorzulegen.

Achtung: Liegt der Beginn dieser Schutzfrist (Versicherungsfall -Wochengeld) allerdings
schon länger als zwei Jahre zurück ist eine Nachverrechnung nicht mehr möglich.
(Quelle AK Wien).

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