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Brandschutz / eine heiße Sache

Sicherheitsfachkraft/Brandschutzbeauftragte

 

Brandschutzbeauftrager-Kelterer Thomas Brandschutz!
Eine brandheiße Sache?


Über 80 Schulwarte und Schulwartinnen,
Lehrerinnen und Lehrer sowie Gemeinde-
bedienstete mit Brandschutzverantwortung
trafen sich Nachmittag des 13. November 2013
im Feuerwehrhaus in Dornbirn zum Gedanken-
austausch bezüglich Brandschutz in öffentlichen
Schulen und Gebäuden.

Der Feldkircher Personalvertretungsobmann und Brandschutzexperte Thomas Kelterer
fesselte mit seinem praxisnahen Vortrag die Anwesenden Brandschutzbeauftragten
und Brandschutzwarte.
Das Spannungsfeld zwischen Brandschutzmaßnahmen und der Gestaltung eines
interessanten und sinnvollen Schuljahres ist für die Schulwarte tagtäglich spürbar.

Doch eines ist klar:
Die Dienstgeber können sich nie und nimmer aus der Verantwortung stehlen.

Das Wichtigste für alle beteiligten Dienstnehmer:
Die Brandschutzorgane müssen von der Gemeinde offiziell bestellt werden.
An oberster Stelle steht das tägliche Arbeiten mit offenen Augen für den Brandschutz
und die penible Dokumentation der getroffenen Maßnahmen. Bei heiklen Wünschen für
Veranstaltungen muss man sich unbedingt die schriftliche Erlaubnis vom Schulerhalter
einholen; damit trägt auch dieser die Verantwortung.

Unser Service für Sie:
Hier können Sie die Details zum Vortrag downloaden
Unter diesem Link finden Sie den download für das Muster-Brandschutzbuch
Bild vom "Brandschutznachmittag" in Dornbirn

 

 

Sicherheitsfachkraft/Brandschutzbeauftragte usw.

Was ist eine Sicherheitsfachkraft?
Eine SFK ist der Fachmann in Sachen "Arbeitssicherheit", der den Arbeitgeber vor allem in
Fragen des technischen ArbeitnehmerInnenschutzes (gefährliche Maschinen und Arbeitsmittel,
gefährliche Arbeitsstoffe,) unterstützt.
Die Fachausbildung zur SFK umfasst einen achtwöchigen Fachkurs, den beispielsweise die
AUVA, WIFI und BFI anbieten.

Wie oft bzw. wie lange braucht eine Arbeitsstätte die Dienste
einer Sicherheitsfachkraft?

Das Gesetz unterscheidet zwischen Arbeitsstätten (AS) mit mehr als 50 Arbeitnehmern und
AS mit bis zu 50 Arbeitnehmern.
Für AS mit mehr als 50 AN sind im ASchG in § 77 Abs. 3 jährliche Mindesteinsatzzeiten
vorgeschrieben, die grob gerechnet 1Stunde pro AN und Jahr betragen.

Bei Arbeitsstätten mit 11 bis 50 Arbeitnehmern erfolgt die Betreuung durch jährliche Begehung

Bei Arbeitsstätten mit 1 bis 10 Arbeitnehmern durch eine Begehung alle zwei Jahre

Diese Regelung gilt auch für einzelne Arbeitsstätten von Betrieben mit bis zu 250 Arbeitnehmern,
sofern in der jeweiligen AS nicht über 50 Arbeitnehmer beschäftigt sind.
Diese Bestimmungen sind im § 77a und 78a ASchG nachzulesen.
Zusätzlich müssen jedoch, insbesondere nach Arbeitsunfällen und bei berufsbedingten Erkrankungen,
gegebenenfalls Anlassbegehungen durchgeführt werden.

Gibt es für Kleinbetriebe weitere Sonderregelungen?
Ja. Kleinbetriebe können eigene oder externe Fachkräfte bestellen oder die Sicherheitsfachkraft gratis
über ein Präventionszentrum der AUVA in Anspruch nehmen. Diese regionalen Zentren bieten die
sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung für Arbeitsstätten mit bis zu 50 Arbeit-
nehmer auf Ansuchen des Unternehmers gratis an.
Weiters können Arbeitgeber selbst die Aufgabe der Sicherheitsfachkraft (nicht des Arbeitsmediziners!)
wahrnehmen ("Unternehmermodell"), sofern sie ausgebildete Sicherheitsfachkräfte sind.
Sind in der Arbeitsstätte nicht mehr als 25 Arbeitnehmer beschäftigt, genügt auch eine zweiwöchige
Ausbildung gem. § 78b AschG.

Was sind die Aufgaben einer Sicherheitsfachkraft?
Die Aufgaben der Sicherheitsfachkraft umfassen die Unterstützung und Beratung des Arbeitgebers in
allen Fragen des (technischen) ArbeitnehmerInnenschutzes. Über seine Tätigkeiten muss die Sicher-
heitsfachkraft Aufzeichnungen führen, bei Inanspruchnahme der AUVA-Präventionszentren geschieht
dies in Form eines Besuchsberichts.

Schwerpunkte der Tätigkeit der SFK können (je nach Betriebsart und -größe) sein:

Aufzeigen von gefährlichen Arbeitssituationen und Vorschlagen von möglichen technischen
oder personenbezogenen Abhilfemaßnahmen

Beratung des Arbeitgebers bei der Beschaffung und Änderung von Arbeitsmitteln und Arbeitsstoffen

Beratung und Unterstützung des Arbeitgebers bei der Arbeitsplatzevaluierung

Beratung von und Zusammenarbeit mit Betriebsrat und Sicherheitsvertrauensperson (SVP)

Auswahl und Erprobung von Persönlicher Schutzausrüstung


Im § 76 ASchG finden Sie den gesetzlichen Wortlaut der "Aufgaben, Information und Beiziehung
der Sicherheitsfachkräfte".

 


 

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